original ungarisches Rinder-Gulasch
Ein Rezept von meiner lieben Kollegin und Freundin Eva
Garantiert echt ungarisch: Gulasch à la Eva.
Fast kein Gericht wird so oft verunstaltet wie Gulasch.
Dabei ist original ungarisches Gulasch so einfach und
dadurch unübertroffen köstlich.
Gutes Rindfleisch, langsam gewachsen, ist die Hauptzutat.
Dieses Rezept hat ungarische Wurzeln. Es passt, im Gegensatz zur
Steuereklärung, auch auf den kleinsten Bierdeckel.
Alles, was man braucht ist Rindfleich und Zwiebeln zu gleichen
Teilen, Paprikapulver, Salz und Pfeffer.
Zutaten:
- zwei kg Eichenhof-Rindfleisch (vom Metzger des Vertrauens)
- zwei kg Zwiebeln
- ca. 50 g Paprikapulver edelsüß
- ein-zwei Teelöffel Paprikapulver scharf, und:
- zwei-drei Chilischoten, getrocknet.
Natürlich dürfen Salz und Pfeffer a.d.M. nicht fehlen.
Die Herkunft
Fleisch hat seinen Preis
Natürlich kann man auch das billige Fleisch aus Massenhaltung
verwenden, was in der Kühltheke so schön billig angeboten wird.
Vielleicht hat man sogar Glück und es ist immer noch in der ersten
Packung und wurde nicht umgepackt.
Fleisch vom Eichenhof oder vom Bio-Bauern ist langsam
und natürlich gewachsen, es schrumpft weniger beim Braten.
Die Zwiebeln abziehen und grob zerkleinern. dabei die Wurzel entfernen.
Es reicht aus, wenn die Zwiebeln halbiert, oder wenn sie sehr groß sind,
geviertelt werden.
Dann das Rindfleisch anbraten. Hierzu in einem Bräter aus Guß Sonnenblumenöl
erhitzen bis es kurz vor dem Rauchpunkt steht. Olivenöl ist hierzu nur bedingt
geeignet. Das Fleisch muss in mehreren Portionen von allen Seiten angebraten
werden, damit eine schöne
Maillard-Reaktion ablaufen kann. Es muss also
jeder Fleischwürfel Bodenkontakt haben.
Der Bratvorgang läuft auf höchster Hitze, es darf ruhig laut zischen und Brutscheln.
Das Fleisch bekommt nach wenigen Minuten eine wunderbare braune Kruste.
Obacht:
rechtzeitig wenden.
In einem Bräter aus Guß gelingt das Fleisch am Besten. (Bräter von Le Creuset)
Wenn die letzte Portion Fleisch eine schöne Kruste hat (siehe Bilderstrecke), dann
portionsweise die Zwiebeln abwechselnd mit dem zuvor angebratenem Fleisch
hinzugeben und die Hitze zurückstellen (ich nehme Stufe 4 von 9). Den Bräter nun
geschlossen halten.
Auf keinen Fall irgendwelche Flüssigkeit oder Brühe hinzugeben: das Gulasch wird
ganz von selbst saftig. Durch den Zerfall der Zwiebeln entsteht ausreichend Flüssigkeit.
Nach etwa zwei Stunden das Paprikapulver hinzugeben und salzen. Die Chili-Schoten
zermörsern und ebenfalls hinzugeben. Nun das Ganze gut rühren und wieder bei geschlossenem
Deckel eine weitere Stunde schmoren lassen, gelegentlich umrühren.
Nun den Deckel je nach Konsistenz des Inhaltes einen Spalt offen lassen und noch eine
gute dreiviertel Stunde durchschmoren lassen, fertig.
Zwei Kilogramm Zwiebeln, abgezogen und grob zerkleinert
Zwei Kilogramm Ringergulasch vom Metzger Leinhos. (Eichenhof-Fleisch!)
Das Fleisch in mehreren Portionen scharf in Sonnenblumenöl anbraten.
Die Fleischwürfel müssen alle immer Bodenkontakt haben.
Im Le Creuset-Bräter ergibt es ein gutes Bratergebnis.
Wenn das Fleisch so aussieht, herausnehmen, die nächste Portion anbraten.
wenn die letzte Fleischportion schön angebraten ist, die Zwiebeln
portionsweise mit dem angebratenen Fleisch dazu tun.
Das sind die Zutaten:
Paprikapulver edelsüß, ein TL Paprika scharf, drei getrocknete Chilis mörsern, Salz und Pfeffer a.d.M.
Den Bräter geschlossen halten.
So sieht es nach einer Stunde aus:
die Zwiebeln haben von selbst für ausreichend Flüssigkeit gesorgt.
Nach zwei Stunden habe ich das Paprika, Chili und Salz untergerührt.
Nun muss es noch eine gute Stunde schmoren.
Mahlzeit: Das Warten hat sich gelohnt!
Dazu schmeckt am besten ein kühles Becks.