Wie Erkenntnisse und Fakten verbogen und geleugnet werden
Das Auto - der Deutschen liebstes Kind in Gefahr?
Wenn Sachverstand und Erkenntnisse den Idealen weichen
Ideale sind gefährlich. Die Wirklichkeit tut manchmal weh, aber sie ist besser. (Oscar Wilde)
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Gleiche Menge CO2: Ein Flug nach New York oder 10 Jahre lang Porsche fahren.
Hört man die Sonntagsreden und die Sprüche einiger verbohrter Ideologen,
so könnte man glauben, dass Altfahrzeuge nun plötzlich an allem Schuld sind.
Sie sind schuld am Klimawandel, am Feinstaub, am Ozon: kurz: es gibt einen
Sündenbock, auf den die Allgemeinheit mehrheitlich einschlagen kann.
Das lenkt auch wunderbar vom eigenen Dreck ab.
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![[Grafik co2-emission-deutschland.gif]](../../../de/vergroessernpix/fotos_klein/magazin/co2emissiondeutschland.gif)
- CO2-Ausstoß
Wie aus dem nationalen Allokationsplan der Bundesregierung hervorgeht,
hat der Indivdualverkehr 12 % am gesamten Aufkommen von CO2.
Der Löwenanteil ist mit 43 % die Energieerzeugung in unserem Land.
Bei der gegenwärtigen Diskussion geht es vielmehr darum, die
Inlandsnachfrage nach Neufahrzeugen zu stärken. Das ist sicherlich volkswirtschafftlich
kurzfristig messbar, sichert zunächstmal Arbeitsplätze, aber ökologisch ist
unvorteilhaft: die Produktion eines Neufahrzeuges erzeugt solche Mengen des Treibhausgases,
dass dies durch den Wenigerausstoß niemals in der Lebensdauer eines PKW wieder eingespart
werden kann.
Es ist ganz offensichtlich politisch gewollt, Altfahrzeuge von den
Straße zu entfernen. Ein wirklich ehrlicher ökologischer Sinn steckt nicht
dahinter.
Unfassbar
Frau Künast wirbt für Toyota
Der Gipfel allen Übels in dieser Diskussion ist die ehemalige Ministerin R. Künast. Diese Person
fordert in aller Öffentlichkeit zum Kauf von Toyota-Fahrzeugen auf.
Es ist schier unglaublich, dass eine Person, die zu 100% von den hier im Lande
erwirtschafteten Steuergeldern lebt, somit zum Boykott der eigenen Wirtschaft aufruft.
Eine Person des öffentlichen Lebens — Unfassbar.
Statt so unbedacht herumzupoltern, wäre es konsequent "grün", der Auto-Industrie
den Rücken frei zu schaufeln und Anreize für den Kauf umweltfreundlicher Autos zu geben.
Niemand geringeres als VW hat den 3-Liter-Lupo bereits gebaut. Da war weit und breit keine
Frau Künast zu hören.
Alte Fahrzeuge wurden und werden ohne politische Eingriffe durch Schäden
und Verschleiß von alleine irgendwann fahruntüchtig.
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![[Grafik neues_auto.jpg]](../../../de/vergroessernpix/fotos_klein/magazin/neues_auto.jpg)
- Neu. Geil. Sauber?
Weder Verbote noch eine radikale
Fiskalpolitik vermögen diesen Vorgang nachhaltig zu beschleunigen. Ein Prozess, den nur eine
verschwindend geringe Minderheit durch Liebhaberei mit werterhaltenden Maßnahmen aufhält.
Eine solche ist gesamtökologisch im Verkehrsaufkommen nicht wirklich messbar.
Es ist daher absurd und mit erwiesenen Tatsachen nicht zu begründen, diese Minderheit
mit verfassungsrechtlich höchst bedenklichen Fahrverboten und Steuern zu belasten, zumal wenn
zeitgleich Oldtimer-Ralleys -sprich das Fahren ohne Ziel um seiner selbst Willen- politisch
gefördert werden.
Bei einem PKW mittlerer Größe und Ausstattung fällt unter Berücksichtigung
der Emissionen durch die Produktionen der Zulieferwerke eine CO2-Emissionen
an, die ein Auto ohne Katalysator in etwa 10 Jahren erzeugt, wenn man eine
Laufleistung von 15.000 km im Jahr zugrunde legt.
Somit ist es weder ökonomisch noch okologisch sinnvoll, 1,5 Tonnen Stahl
und Kunststoff inform eines pannenfreies Auto zu vernichten und durch ein Neufahrzeug
zu ersetzen.
Der deutsche Durchschnitts-Verbraucher sieht nur seine Garage, seinen Auspuff, den
neuen Lack und genießt den neuen Wagen mit vermeintlich gutem Gewissen.
Ihn interessiert es nämlich nicht, ob bei der Produktion seines so schön billigen
"ToyoShita" irgendwo auf der
Welt die Umwelt und die Schöpfung mit Füßen
getreten wird. Vielmehr kauft der Durchschnitts-Deutsche sich sein reines Gewissen für
einige 10 tausend Euro und glaubt mit einer Plakette einen Freibrief zu haben,
weiterhin jeden Meter mit dem Auto zu fahren zu dürfen.
Er rümpft die Nase über Altfahrzeuge, lächelt mitleidsvoll und herablassend.
Nicht ohne Schadenfreude läßt sich sogar mancher zu der unbedachten Ausage verleiten
dass "alte Stinker" bald nicht mehr fahren dürfen.
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Die geruchslose Sauerei: CO2 riecht man nicht. Kat und Filter sind kein Freibrief für zügellosen Individualverkehr.
CO2 kann man eben nicht riechen. Und solange man geruchsfrei mit
dem Auto seiner Hausbank, die so fürsorglich noch den Brief aufbewahrt, im
Stau steht, ist die Welt doch wieder heil und in Ordnung.
Im nächsten Urlaub fliegt man dann wieder schön weit weg in Urlaub und sorgt
dafür, dass auch weiterhin genügend CO2 produziert wird.
Wie das statistische Bundesamt in seiner Umweltökonomischen Gesamtrechnung aus dem Jahr 2004
bekannt gibt, fielen im Inland durch die Produktion von Neufahrzeugen im Jahr 2004 3,7 Mio. Tonnen
CO2 an. Bei 3,8 Mio in Deutschland produzierten PKW in Deutschland macht das
rund eine Tonne CO2 pro PKW.