Jugendstil, das bedeutet "neue Kunst", war eine Epoche
um die Jahrhundertwende 1890 - 1915. Er verstand sich in der Zeit
der Industrialisierung als "Gegenbewegung" des
Kunsthandwerkes, welches sich in seiner Existenz durch die wachsende
maschinelle Produktion bedroht sah.
Vornehme und vor allem auch größzügige Altbauwohnungen sind aus
dieser nicht sehr langlebigen Epoche in Wiesbaden erhalten geblieben
und stehen unter Denkmalschutz.
Zu finden sind sie besonders im Rheingauviertel und in Teilen des
Westend.
Auf dem Weg zum Weltkulturerbe
Die Weltkurbadestadt
Zum Glück: Vieles ist trotz britischer Bomben erhalten geblieben
Die eindrucksvolle Architektur aus der Gründerzeit und die vielen Jugendstilbauten haben zum größten Teil den Krieg überstanden und machen Wiesbaden zu einer der schönsten Städte Deutschlands.
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Eindrucksvolle Jugendstil- Architektur. (Wallufer Straße, Rheingauviertel)
Aus der Epoche des Historismus sind ebenfalls sehr viele Gebäude erhalten geblieben.
Hier ist besonders das Dichterviertel zu nennen. In diesen Häusern läßt es sich sehr
herrschaftlich wohnen. Hohe Räume von großbürgerlicher Archtitekur sind
carakteristisch für diesen Baustil, der seinerzeit wegen seiner Mischung aus vielen
Stilrichtungen auch viele Kritiker hatte.
Aus den 20er Jahren sind in Wiesbaden auch viele Villen der sogenannten "Moderne" zu finden.
Häuser im Stil des Neoklassizismus und des Expressionismus finden sich oftmals als freistehende
Häuser und Villen.
Viele Wohnungen, besonders im Jugendstil, haben zwei Balkone: ein repräsentativer zur Vorder- ein kleinerer zur Hinterseite hinaus.
Besonders hervorzuheben ist die hohe Balkondichte. In Wiesbaden eine Wohnung mit Balkon zu finden ist eigentlich nicht schwierig. Hat man sich aber zwei, drei Wohnungen angesehen, so fällt die Auswahl immer schwerer.Wiesbaden:
die Stadt der Balkone
Viele Wohnungen, besonders im Jugendstil, haben zwei Balkone: ein repräsentativer zur Vorder- ein kleinerer zur Hinterseite hinaus.